Wir backen gemeinsam ein Lebkuchenhaus


Backen hat zur Weihnachtszeit eine lange Tradition. Duftet es im ganzen Haus nach Zimt, Nüssen, Schokolade und Orangen, wissen wir alle: Weihnachten steht wieder vor der Tür! Neben Plätzchen sind Lebkuchen in vielfältiger Form ein fester Bestandteil der Weihnachtsbäckerei.

D ie Lebkuchenherstellung hat eine lange Tradition und das Basteln eines Lebkuchenhauses erfreut sich in der Vorweihnachtszeit besonderer Beliebtheit bei Groß und Klein. Vor mehreren hundert Jahren entstanden, gehört es heute ebenso zur Weihnachtszeit, wie der Tannenbaum oder der Adventskranz. Nicht nur das gemeinsame Backen des Lebkuchenhauses macht großen Spaß, auch beim anschließenden, gemeinsamen Verzieren sind der Kreativität und Fantasie keine Grenzen gesetzt.

„Knusper, knusper, Knäuschen“, wir backen jetzt ein Knusperhäuschen.


Mit unseren ausgewählten Zutaten und unserer Schritt-für-Schritt Anleitung wird das Backen des Lebkuchenhauses besonders leicht.

Welche Zutaten brauchen wir für unser Lebkuchenhaus?

Für den Teig benötigen wir:

  • 375g Honig
  • 375g braunen Zucker
  • 250g Landliebe Butter
  • 950g Mehl
  • 2 Teelöffel Lebkuchengewürz
  • abgeriebene Schale einer Zitrone
  • 40g Kakao
  • 2 Eier
  • 1 Teelöffel Pottasche (im Gewürzregal)
  • 2-3 Esslöffel kaltes Wasser

Für den Zuckerguss:

  • 400-500g Puderzucker
  • Saft einer Zitrone
  • 2 Eiweiß

Für die Verzierung eignen sich Schokolinsen, Mandeln, kleine farbige Bonbons sowie Weingummi, Nüsse und Zuckerstangen

Außerdem brauchen wir Mehl zum Ausrollen, etwas von der Landliebe Butter oder Backpapier für das Backblech sowie Papier oder Karton und eine Schere

Den Teig zubereiten

1. Honig, Zucker und Landliebe Butter in einem Topf unter ständigem Rühren erhitzen bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann die Masse in eine Rührschüssel geben und abkühlen lassen.

2. Anschließend Mehl, Lebkuchengewürz, Zitronenschale, Kakao und Eier dazugeben und alles mit dem Knethaken oder einer Küchenmaschine verrühren.

3. In einer Tasse Pottasche und Wasser so lange verrühren bis sie sich komplett aufgelöst hat und anschließend zum Teig geben. Den Teig auf höchster Stufe weiterkneten bis er glänzt und nicht mehr klebt. Dafür muss eventuell noch etwas Mehl hinzugefügt werden. Zur Verarbeitung sollte der Teig möglichst fest und formbar sein. 
Damit der Teig bis zur Verarbeitung frisch bleibt die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und in den Kühlschrank stellen.

4. Abschließend den Backofen auf 180° vorheizen.

Die Lebkuchen-Elemente zuschneiden

Solange der Teig ruht, kann unsere Schablonen-Vorlage heruntergeladen und ausgedruckt werden. Sie enthält alle Teile, die wir für den Bau des Lebkuchenhaus benötigen. Auf jeder Schablone ist außerdem angegeben für welches Lebkuchenhaus-Element wir sie brauchen und wie viele Elemente wir entsprechend aus dem Lebkuchenteig ausschneiden müssen. Die Winkel sollten aus festerer Pappe ausgeschnitten werden, um dem Lebkuchenhaus möglichst viel Stabilität zu geben. Alle anderen Schablonen können aus Papier ausgeschnitten werden. Da wir die Winkel erst beim Zusammenbauen des Lebkuchenhauses brauchen, können wir sie nach dem Ausschneiden für später zur Seite legen. 

Für ein kleineres Lebkuchenhaus einfach die Schablone verkleinert ausdrucken und ausschneiden.

Die Teig-Aussparungen für Tür und Fenster eignen sich gut für eine Eingangstür und Fensterläden. Einfach die Aussparungen nach dem Backen aufheben, eventuell teilen und mit der Zucker-Eisschnee-Masse am Lebkuchenhaus anbringen. Anschließend schön verzieren.

Unseren Teig rollen wir portionsweise auf einer gut bemehlten Oberfläche ungefähr 5 mm dick aus. Die Schablonen legen wir darauf und schneiden alle Elemente aus dem Teig heraus: zwei Bodenplatten, zwei Dachflächen, eine Vorder- und eine Rückseite sowie zwei Seitenwände. Wer sein Lebkuchenhaus mit einem kleinen Schornstein verzieren möchte, kann aus dem restlichen Teig ein 4 cm langes und 3 cm breites Rechteck ausschneiden. Dieses kann nach dem Backen mit der Zucker-Eischnee-Masse ganz einfach an die Dachfläche geklebt werden. Ein kleines Stück Watte auf dem Schornstein lässt ihn winterlich rauchen.  Aus der übrigen Teigmenge schneiden oder stechen wir zusätzliche Dekorationen, wie zum Beispiel Tannenbäume, Waldtiere oder den Weihnachtsmann aus. Türen und Fenster des Lebkuchenhauses sollten erst auf dem Backblech zugeschnitten werden.

Das Backen

Damit die einzelnen Elemente im Backofen schön ausbacken, sollten sie nicht zu eng auf dem Backblech angeordnet werden. Je nach Backofen brauchen unsere Lebkuchen-Elemente ungefähr 20 Minuten bis sie goldbraun sind. Nach einer kurzen Abkühlzeit auf dem Backblech sollten die Lebkuchen auf einem Kuchengitter komplett auskühlen.

Das Knusperhäuschen lässt sich am besten zusammensetzen, wenn die Kanten der einzelnen Elemente möglichst gerade sind. Solange der Teig noch lauwarm ist, können die einzelnen Schablonen auf die gebackenen Lebkuchen gelegt werden, um die Ränder nochmals sauber nachzuschneiden. Ist der Teig bereits zu sehr erkaltet, lässt er sich schwerer schneiden und neigt dazu zu bröckeln.

Die Elemente zusammenfügen

Um das Lebkuchenhaus möglichst stabil zu bauen, kleben wir die einzelnen Elemente mit einer Zucker-Eischnee-Masse zusammen. Für diese Masse wird das Eiweiß aufgeschlagen und anschließend mit dem Puderzucker und dem Zitronensaft glatt gerührt bis eine dicke, zähflüssige Masse entsteht. Mit dieser kleben wir zuerst die beiden Bodenplatten aneinander. Anschließend können wir die erste Seitenwand auf die Bodenplatten aufkleben und mit zwei Winkeln fixieren. Danach bietet es sich an, die Vorderseite des Lebkuchenhauses an die Seitenwand anzukleben. Steht dieses Grundgerüst, können die Rückseite des Lebkuchenhauses und die zweite Seitenwand ganz einfach angeklebt werden. Neben den Winkeln können die Wände auch mit Flaschen oder anderen Gegenständen stabilisiert werden, bis die Zucker-Masse getrocknet ist. Erst dann kleben wir die beiden Dachflächen auf und bringen Türen oder Fensterelemente an. Auch diese lassen wir gut trocknen.

Nach Herzenslust dekorieren

Nun kommt der schönste Teil der Arbeit. Wenn die Zucker-Eischnee-Masse alle Teile des Hauses stabil miteinander verbunden hat, können wir unser Lebkuchenhäuschen mit bunten Naschereien verschönern und auch die Bodenplatte in eine Winterlandschaft verwandeln. Dafür sollten zuerst alle Zierelemente, wie Zuckerwerk oder selbstgebackene Kekse angebracht werden. Anschließend wird die Zucker-Eischnee-Masse dank Spritzbeutel zu Schnee, Eiszapfen und Fensterrahmen. Auch als Schneedecke auf den Bäumen kann sie wunderbar eingesetzt werden. Mit einer dicken Puderzuckerdecke bestäubt, wirkt die Schneelandschaft perfekt. Ein Teelicht im Häuschen, das festlichen Schimmer durch alle Öffnungen scheinen lässt, erzeugt noch mehr wohlig-warme Weihnachtsstimmung.