Erntezeit: Gemüse und Obst
richtig lagern

Im Herbst ist Erntezeit. Heimisches Gemüse und Obst, wie zum Beispiel Kürbis, Kartoffeln, Äpfel, Karotten und Zwiebeln gibt es nun erntefrisch.


N icht nur eigene Gärten bescheren dann eine Fülle von frischem Obst und Gemüse, auch in den Supermärkten gibt es große Vorratssäcke im Angebot. Vitamine, Nährstoffe und Geschmack kann man meistens durch dunkle und kühle Lagerung bewahren, doch das funktioniert nicht für alle Obst- und Gemüsesorten. Im Kühlschrank sind zum Beispiel über längere Zeiträume nur wenige Früchte gut aufgehoben.

Mit ein paar hilfreichen Tipps und Tricks kann man dafür sorgen, dass sich diese Lebensmittel deutlich länger als nur bis zum nächsten Einkauf halten.

Kartoffeln

Wie früher im Kartoffelkeller mag es der Beilagen-Klassiker kühl, dunkel, trocken und luftig. Idealerweise legt man eine Holzkiste mit Zeitungspapier aus. Größere Mengen sollten regelmäßig zur Belüftung umgeschichtet werden und die Kiste nicht direkt auf dem Boden stehen. Faule Kartoffeln sollten sofort aussortiert und keimende Exemplare immer zuerst verbraucht werden.

Kurze Keime beeinträchtigen den Genuss der Kartoffel nicht. Entfernt man diese Teile (genau wie eventuelle grüne Stellen), lässt sie sich wie geplant verarbeiten. Sollten die Keime bereits länger als fünf Zentimeter sein, sind die Kartoffeln nicht mehr zum Verzehr geeignet.

Kartoffeln reifen und verderben schneller, wenn man sie zum Beispiel neben Früchten, wie Äpfeln, Pflaumen oder Bananen lagert. Bei optimaler Lagerung halten sich Kartoffeln sechs bis acht Monate.

Kühl = eine Temperatur zwischen vier und zwölf Grad. Da heute in Wohnungen oftmals kein Vorratsraum mehr vorhanden ist, lässt sich eventuell auf dem Balkon in Herbst und Winter eine kühle aber frostfreie Ecke für Vorratsbehälter finden.

Zwiebeln und Knoblauch

Genau wie die Kartoffeln sollte man auch Zwiebeln und Knoblauch dunkel, trocken, kühl und gut belüftet lagern. Hier hat sich als Behälter schon zu Großmutters Zeiten ein Tongefäß bewährt. Hat man nur einen schönen Topf ohne Deckel oder ohne Luftlöcher zur Hand, dann lässt sich der bloße Tontopf oder eine andere einfache große Schüssel auch gut mit einem Baumwoll-Geschirrtuch abdecken. Das schützt den Inhalt vor Licht und lässt Luft hindurch. Berücksichtigt man diese Vorlieben der Zwiebeln und Knoblauch lassen sie sich bis zu drei Monate lagern.

Äpfel

Dunkel, kühl, luftig und trocken mögen es auch diese Baumfrüchte. In eine Kiste aus Holz mit Lüftungsschlitzen sollte man die Äpfel (bei genügend Platz) mit etwas Abstand zueinander hineinlegen. So bekommt jeder Apfel ausreichend Luft und die Übertragung von Faulstellen wird verhindert. Als weiche Unterlage gegen Druckstellen ist Zeitungspapier ideal. Der Apfelvorrat sollte wöchentlich auf Frische geprüft und faule Äpfel aussortiert werden.

Äpfel sollten immer getrennt von anderem Obst und Gemüse gelagert werden. Je nach Sorte halten sich Äpfel unter guten Bedingungen zwei bis sieben Monate.

Viele Früchte sondern das natürliche Gas Ethylen ab (am süßlichen Geruch zu erkennen) und beschleunigen den Reifeprozess anderer Lebensmittelsorten, daher immer getrennt lagern.

Karotten, Rote Beete und andere Wurzelarten

Für die Lagerung über wenige Tage genügt es, das Grün zu entfernen und sie in ein feuchtes Geschirrtuch zu wickeln (so halten sie die Feuchtigkeit und bleiben knackig). Das Wurzelgemüse jedoch in keinem Fall in Plastik einpacken, damit die Wurzeln nicht zu schwitzen beginnen.

Für die Aufbewahrung über einen längeren Zeitraum hat sich ein Eimer mit Sand bewährt. Sowohl Rote Bete, Möhren oder auch Petersilienwurzel bevorzugen eine dunkle, kühle und leicht feuchte Umgebung. In einem Eimer bedeckt mit einfachem Sandkastensand sind sie also ideal aufbewahrt und lassen oft sogar neues Grün durch die Oberfläche spriessen. Auf diese Art bleibt Wurzelgemüse bis zu einem halben Jahr frisch.

Kürbis

Nach der Erntezeit im Herbst kann man Kürbisse bis in den Dezember hinein lagern. Dafür sollten Exemplare ausgewählt werden, die nach einem Klopftest hohl klingen und einen holzigen Stiel haben – dann sind sie reif. Außerdem sollten es Kürbisse ohne Druckstellen oder Beschädigungen sein, damit sie an einem dunklen, kühlen, aber frostfreien Platz frisch bleiben.

Quitten

Diese Herbstfrüchte können nur begrenzte Zeit an einem möglichst kühlen Ort aufbewahrt werden (ca. zwei Monate). Daher die Früchte am besten direkt einmachen oder als leckeres Kompott oder Marmelade verarbeiten. Quitten sind darüber hinaus nicht nur dekorativ, sie verströmen auch, wenn sie reif sind, einen sehr angenehmen, zitronigen Duft (daher sind sie auch als natürlicher Duftspender beliebt). Aus diesem Grund sollten Quitten allerdings nach Möglichkeit nicht in der Nähe anderer Obst- und Gemüsesorten gelagert werden, da sich dieser intensive Geruch leicht überträgt.

Natürlich nimmt diese Art der Vorratshaltung einigen Platz ein. Beschränkt man sich jedoch auf seine Lieblingssorten, sollte sich passender Lagerraum finden. Immerhin spart man mit diesen Methoden deutlich beim Einkauf und genießt dazu den Vorteil, dass auch für spontane Änderungen des Speiseplans Alternativen bereit stehen.